Knöpfchen geht auf Wanderschaft

Anikas Kindergeschichten6An einem schönen sonnigen Morgen, lag ein kleiner Knopf, der Knöpfchen heißt, gemeinsam mit seinen Knopfgeschwistern in einer großen bequemen Knopfkiste. „Mir ist ja sooooo langweilig!“, jammerte Knöpfchen. „Ich habe keine Lust mehr hier den ganzen schönen Tag lang in der Knopfkiste rumzuliegen. Ach ich kuck mal raus in die Welt und sieh mir an, was es da so alles gibt!“ Und so sprang der kleine Knopf aus der Kiste und rollte durch die offene Tür nach draußen.

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Die Sonne strahlte hell und Knöpchen wurde ganz heiß. „Puh ist das warm heute! Ich werde mich erst einmal etwas abkühlen.“, sprach er, sprang in einen kleinen Bach und badete ein wenig. Als er heraus kam schüttelte er sich kräftig und ging weiter.

Er war nicht weit gegangen, als er seine beiden Knopffreunde Knopfine und Knopfibalt traf. Knöpfchen begrüßte die Beiden fröhlich mit einem großen Sprung in die Luft. „Hallo Knöpfchen, hast du Lust mit uns ein wenig Knopfrollen zu spielen?“, fragten die Beiden ihn ganz erfreut. „Ja na klar! Kommt rollen wir den Berg hinunter!“, antwortete Knöpfchen den Beiden. Und schon stellten sich die drei Knöpfe an eine Startlinie und rollten wie Knopfweltmeister den Berg hinunter. Leider schaffte es Knöpfchen nicht ganz zum Sieg. Er wurde nur Zweiter, denn Knopfine rollte als Erste ins Ziel. Aber das störte Knöpfchen nicht. Er war froh, dass er so ein Spaß mit seinen Freunden hatte. „Ich muss jetzt mal weiter wandern, ich will ja noch mehr sehen von der Welt. Tschüss, bis zum nächsten Mal liebe Knopffreunde.“, sprach er und sprang noch einmal hoch in die Luft.

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Dann ging er weiter und betrachtete die schönen weißen Wolken am Himmel. „Ach wenn ich auch einmal so fliegen könnte wie die Wolken!“, träumte Knöpfchen vor sich hin. Und kaum hatte er sich`s versehen, pustete der Wind kräftig und er flog im hohen Bogen über die Wiese, fast bis zu den Wolken. Das war lustig!

Er landete ganz sanft auf einem Spielplatz. Da gab es viel zu sehen. Knöpfchen rutschte die große Rutsche hinunter, drehte sich auf einem kleinen Karussell, sprang durch drei Gummireifen, balancierte über einen Baumstamm, wippte ein wenig und wälzte sich schließlich im Sandkasten hin- und her. „Der Sand ist ja so weich!“, stellte er fest und die kleinen Sandkörner kitzelten ihm am ganzen Knopfkörper.

Vergnügt führte er seine kleine Reise fort und kam an eine kleine Straße auf der Kinder mit Kreide bunte Kästchen gemalt hatten. Die fand Knöpfchen so toll, dass er gleich von einem Kästchen zum Nächsten hüpfen wollte. Von der 1 zur 3! Von der 3 zur 6 und von der 6 bis zur 10. Hin- und her, rauf und runter, vor und zurück. Es machte Knöpfchen riesigen Spaß! Doch er merkte auch, dass er langsam müde wurde vom vielen Toben, Springen und Spielen.

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Deshalb beschloss er, sich einmal kurz auszuruhen und setzte sich auf die schöne bunte Blumenwiese am Rande der Straße. Er beobachtete die Bienen und Schmetterlinge, wie Diese von Blüte zu Blüte flogen. Schön war das anzusehen. Und Knöpfchen ging es richtig gut. „Was für eine gute Idee ich doch hatte nach draußen zu gehen!“, dachte er bei sich.

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Nach seiner kleinen Pause rollte er weiter. Es wurde bereits dunkel und er beschloss schnell wieder nach Hause zu rollen. Auf seinem Rückweg kam er noch einmal an all den Stellen vorbei, an denen er heute so einen großen Spaß hatte. Er sah die Kreidekästchen und rollte am Spielplatz vorbei, rollte mühselig schnaufend den Berg hinauf, den er am Morgen noch mit seinen Freuden hinunterrollte. Noch einen Sprung über den Bach und schon sah er sein zu Hause und hüpfte geschwind und ganz müde von dem langen schönen Tag, in seine gemütliche Knopfkiste in der seine Knopfgeschwister schon tief und fest schliefen.

-Ende-