Die kleine strahlende Sonne Klara

Klara, die kleine Sonne, war eine schöne helle fröhliche Sonne.
Doch unter ihren Geschwistern, den 3 großen dicken Wolken Regenbert, Hakellumpi und Cumulus,hatte sie nicht viel zu lachen. Immer wenn sie am Tage den Kindern auf der Erde eine Freude machen wollte, schoben sich ihre Brüder genau vor sie und niemand konnte Klara mehr am Himmel sehen.

 

Das machte Klara sehr traurig und sie überlegte, wie sie ihre 3 Wolkenbrüder überlisten könnte.
Aber nichts fiel ihr ein. Deshalb ging sie zum Großvater Wind und fragte ihn, ob er die Wolken denn nicht einfach für sie wegpusten könne.
Der sagte: „Ja das kann ich für dich tun, kleine Sonne Klara! Für dich tu ich das gerne!“ Und am nächsten Morgen, als sich Regenbert, Hakellumpi und Cumulus
mal wieder vor Klara schieben wollten, pustete Großvater Wind so sehr er konnte, so doll wie er noch nie gepustet hatte und die Wolken flogen schnell davon.
Jetzt konnte Klara wieder prachtvoll scheinen. Aber irgendwie war es komisch. Sie sah garkeine Kinder auf der Erde. Keiner war draußen um zu spielen.
Sie wunderte sich: „Meine Brüder sind weg und trotzdem möchte mich keiner sehen. Wie traurig!“ Dann hörte sie 2 Jungen , die gerade schnell ins Haus huschten, rufen:
„Schnell gehen wir rein! Hier draussen ist es viel zu windig, wir fliegen ja sonst weg!“ Da begriff Klara warum alle in ihren Häusern waren. Den Menschen blies der Wind zu stark.
„Bitte lieber Großvater Wind, hör auf zu pusten, damit die Kinder wieder aus den Haus kommen.“, bat sie den Wind und dieser hörte sofort auf zu pusten.
Doch die Kinder kamen trotzdem nicht heraus, denn sie sahen die 3 Wolken näher kommen.

 

Sie machten sich natürlich direkt wieder vor Klara`s kleiner Sonnennase breit. Klara wurde wieder ganz traurig und überlegte, wie sie an den dicken fetten Wolken vorbei kommen könnte. Sie versuchte sich oben drüber zu schieben, aber ihre Brüder waren zu stark, sie ließen sie nicht drüberweg. Sie versuchte sich an der rechten Seite vorbei zu schleichen und dann nochmal links vorbei, aber Regenbert, Hagellumpi und Cumulus merkten es sofort und schubsten ihre kleine Schwester wieder nach hinten. Sie versuchte es mit Anlauf mitten durch zu rennen, aber wieder kam sie nicht gegen ihre Brüder an. Sie waren einfach zu stark und Klara verzog sich in eine Ecke und weinte. Da hörte man plötzlich von weitem ein lautes Krachen. Sie sah sich um und sah ihren Onkel Blitzibalt und ihre Tante Donnerline näher kommen. Die beiden fragten ihre kleine Klara was denn los ist, warum sie weint. Und die kleine Sonne erzählte ihnen wie sehr sie ihre Brüder ärgerten. Da wurden beide wütend und schimpften die 3 Wolken so sehr, dass es wie verrückt gewitterte. Es blitzte und donnerte so gewaltig, dass selbst Klara etwas erschrocken war. Aber ihre Brüder störte das ganz und garnicht. Ganz im Gegenteil. Ihnen machte das Donnerwetter so viel Spaß, dass sie gleich nach Herzenslust mit hagelten, regneten und Unwetter veranstalteten.

 

Klara war bewusst, dass die Kinder so ganz und garnicht aus dem Haus kommen würden und bat ihre Tante Donnerline und ihren Onkel Blitzibalt lieber wieder wegzuziehen. Dies taten die beiden natürlich auch, ihrer kleinen Sonne zuliebe.  Aber ihre Brüder machten einfach weiter und freuten sich über ihre Unwetterparade. Es war furchtbar laut und gruselig.

 

Die Kinder sahen aus ihren Fenstern und machten traurige Gesichter. Und auch Klara sah die Kinder an und machte ein sehr trauriges Gesicht. Es war zwar sehr laut um sie herum, aber trotzdem hörte sie ganz leise Kindergesang. Sie hörte ganz genau hin und hörte wie die Kinder aus ihren Häusern heraus ein kleines Liedchen für sie sangen.

 

„Liebe, liebe Sonne komme doch heraus.

Wir wären gerne draußen und nicht hier drin im Haus.

So kämpf doch gegen die Wolken, du bist doch hübsch und stark.

Wir freuen uns wenn deine Sonnenstrahlen uns wärmen den ganzen Tag.“

 

Als sie dieses schöne Lied hörte, nahm sie all ihren Mut und ihre Kraft zusammen und strahlte so sehr sie auch konnte. Sie strahlte so stark, dass ihre kleinen Strahlen ihre Brüder so sehr kitzelte und sie so sehr schwitzten, dass sie nicht länger am Himmel bleiben wollten. Sie hielten es einfach nicht mehr aus und flüchteten verärgert in Richtung Westen. Man sah nun keine dicken Wolken mehr am Himmel und auch keinen Regen, Wind, Sturm und Hakel.

 

Man sah nur die kleine Sonne Klara am Himmel scheinen. Die Kinder freuten sich und kamen sofort aus ihren Häusern. Sie genossen die schönen warmen Sonnenstrahlen, spielten und lachten ausgelassen. Als Klara das sah, war sie sehr glücklich und strahlte fleißig weiter. Und als sie so schön strahlte  kam auch noch der gute alte Regenbogen um die Ecke und erfreute die Kinder mit seinen schönen bunten Farben. Das war ein wunderbarer Anblick. Und unsere kleine strahlende Sonne Klara war sehr stolz auf sich.

-Ende-