Der Schmutzschmatz

Hallo liebe Kinder, ich möchte euch heute die Geschichte vom Schmutzschmatz erzählen. Was? Ihr kennt den Schmutzschmatz noch nicht? Na dann passt fein auf! Ich werde ihn euch beschreiben.

Der Schmutzschmatz war nicht weiter groß, aber auch nicht klein. Er war, so kann man sagen, so groß wie eine Handvoll Schmutzschmatz Wollknäuel. Er war nicht sonderlich hübsch, aber auch als hässlich konnte man ihn nicht bezeichnen. Er sah eben Schmutzschmatzmäßig aus. Man kann ihn vergleichen mit einen Knäuel voller Fusseln und Dreck. Seine Farbe konnte man nicht direkt zuordnen. Etwas grün gemischt mit staubigen grau. Er hatte einen großen Mund, aber keine scharfen Zähne. Nein Zähne brauchte er auch nicht, um den Dreck abzulutschen. Wobei wir gleich beim Thema wären.

Unser Schmutzschmatz aß nämlich für sein Leben gerne den Schmutz, den unsaubere Kinder sich nicht richtig abwuschen. Ging ein Kind mit Schokoladenbart oder Matschhänden ins Bett, schlich sich in der Nacht der Schmutzschmatz ans Bett und leckte genüsslich den Dreck, der an den Kindern klebte, ab. Aber es gab auch eine Zeit, in der der Schmutzschmatz fürchterlich hungern musste, weil alle Kinder sich fein säuberlich wuschen. Von oben bis unten ließen sie keinen Schmutz am Körper zurück.

Sein Magen knurrte fürchterlich und er überlegte was er denn nur tun könnte, damit sich die Kinder nicht mehr waschen konnten. Und er kam auf die Idee, von allen Kindern der Stadt den Waschlappen zu verstecken. Doch das allein funktionierte nicht so ganz. Denn sie wuschen sich mit ihren Händen den Dreck vom Körper.

Dann kam er auf die Idee die Seifen zu essen, damit sich die Kinder nicht mehr einseifen konnten. Aber er bekam von der vielen Seife schreckliche Bauchschmerzen und Seifenblasen kamen aus seinem Mund heraus.

Nein das war auch keine gute Idee. Was konnte er nur tun? Er überlegte und überlegte, doch es fiel ihm nichts ein und sein Magen knurrte immer mehr. Bis der Schmutzschmatz eines Tages auf einen alten Dachboden kam. Dort wimmelte es nur so vor Schmutz. was für ein Paradies für ihn. Überall Staub und Dreck und Spinnweben und schmutzige alte Kleidung. Er wusste gar nicht wo er anfangen sollte. Ach wie war das herrlich. Er fraß sich richtig satt. Die sauberen Kinder waren ihm nun egal. Er wusste nun wo er hinkommen konnte, wenn er wieder schrecklichen Hunger verspürte. Es gibt ja so viele dreckige Dachböden, dass der Schmutzschmatz solange essen konnte bis an sein Lebensende.

Und ihr liebe Kinder, wascht euch lieber immer ganz gründlich, damit der Schmutzschmatz auch ja auf seinem Dachboden bleibt.

-Ende-